Vegan to go auf der Snack-Expo 2015

Snack 2015, der Jahreskongress für Bäcker, Metzger, Foodservice und LEH, findet am 9. und 10. September 2015 in Frankfurt am Main statt. Unter dem Motto 'Small Bite, Big Business' treten bei der diesjährigen Ausgabe des erfolgreichen Kongress-Events für das Snack-Business rund 30 Top-Referenten an, darunter Philipp Wachholz (McDonald's Deutschland), Volker Wiem (EDEKA Niemerszein) und Klaus P. Wünsch, (Foodtrucks Deutschland), sowie Rochus Winkler, Managing Partner bei concept m. Thema seiner Präsentation ist „Vegan to go – Ein Lifestyle mit Zukunft?“. Winkler spricht darin über Hintergründe und Motive des Veganismus, mögliche Produktpositionierungen und gibt Handlungsempfehlungen für Hersteller, LEH und Gastronomie anhand ausgewählter Beispiele. Wir freuen uns auf weitere spannende Präsentation und sind gespannt, welche Trends sich auf dem Kongress zeigen.

Concept m bei der VeggieExpo

Am 2. und 3. Mai findet die Internationale VeggieExpo 2015 im MVG Museum München statt. Einer der Hauptpunkte der Ausstellung ist es, die Vielfalt der veganen und vegetarischen Angebote zu präsentieren. Dafür wird es neben über 100 Ausstellern, darunter Küchengeräte-Hersteller Bianco, Schokomanufaktur eisenherz, die vegane Supermarktkette Veganz, u.v.m., zahlreiche Vorträge sowie Filmvorführungen, vegane Kochshows und Kochkurse und eine vegane Fashionshow geben. Unter den Vorträgen ist diesmal mit dabei Birgit Hillar, Diplom-Psychologin und Key Account Managerin bei concept m. Seit 20 Jahren ist sie Marktforscherin mit tiefenpsychologischer Ausrichtung, mit besonderer Expertise in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Medien- und Konsumforschung. Sie wird die aktuelle Studie von concept m zum Thema Veganes Leben vorstellen.

Der neueste Ernährungstrend: Superfoods

Besondere Beeren, spezielle Samen, geheimnisvolle Pülverchen – ein neuer Ernährungstrend gewinnt an Boden: Immer mehr Menschen nehmen so genannte „Superfoods“ zu sich. Mal handelt es sich um Shisandrabeeren, mal um Hanfsamen oder Guarana-Pulver. Was immer es auch sein mag, die Konsumenten versprechen sich von diesen Lebensmitteln eine Wirkung, die über die der klassischen Nahrungsergänzungsmittel hinausgeht.  
Von den Probanden, die concept m im Rahmen einer Initiativstudie zu ihrer Einstellung zu den Superfoods befragt hat, kam häufig das Wort „magisch“, wenn es darum ging, den – zumindest gefühlten – Effekt dieser Lebensmittel zu beschreiben. „Aus einer kleinen Beere kann man soviel Vitamine aufnehmen wie aus einem ganzen Obstkorb“, so beschrieb es einer der Teilnehmer der Studie. Die Bezeichnung „Super“ und die damit verbundenen Versprechen erinnern ein wenig an die neunziger Jahre, als es den Menschen darum ging, jünger, schöner, gesünder, vitaler zu erscheinen. Doch Superfoods sind zu verstehen als psychologische Reaktion auf aktuelle Zeitgeistprobleme: Die Nutzer wollen sich immunisieren gegen die Unberechenbarkeit der Zukunft; sie möchten sich der Außenwelt mit all ihren Bedrohungen nicht mehr länger schutzlos ausgeliefert fühlen.   Darüber hinaus werden den Superfoods auch reinigende Kräfte attestiert, insbesondere zur Behandlung vorheriger ungesunder Exzesse. Ein Proband: „Wenn ich abends zu viel getrunken und geraucht habe, bereite ich mir am nächsten Morgen einen Smoothie mit Chiabeeren und Weizengras zu, das reinigt den Körper und mildert den Kater.“  Natürlich sind Superfoods bei den Veganern heiß begehrt, die damit einer drohenden Mangelernährung begegnen wollen. Doch der Markt geht weit über diese Gruppierung hinaus. Von den Superfoods angezogen werden auch sehr viele mit ihrer Selbstoptimierung beschäftigten Menschen, die von den Beeren und Pülverchen messbare Resultate erwarten und bereit sind, ohne mit der Wimper zu zucken exorbitante Preise dafür zu bezahlen. Auch der in vielen Fällen gewöhnungsbedürftige Geschmack ist ausdrücklich erwünscht – normaler Geschmack würde den Glauben an die Wirksamkeit konterkarieren.  
Einzig mit der Herkunft der meisten dieser Produkte (in der Regel aus Südamerika oder Ostasien) haben manche Nutzer Probleme – die weiten Handelswege passen nicht in das Weltbild einiger vegan lebender Menschen. Für die meisten ist hingegen die Exotik ein zusätzlicher Ernährungsthrill. Deshalb haben Superfoods das Potenzial, dauerhaft eine kleine, aber feine (lukrative) Nische in den Supermarktregalen zu erobern.